Die Geschichte der ebooks (Quelle Wikipedia: Auszüge aus http://de.wikipedia.org/wiki/E-Book)
Es gibt unterschiedliche Ansätze, die sich folgendermaßen klassifizieren lassen:
* Virtuelles Buch: Hier wird versucht, den Eindruck eines realen Buches
(Aussehen, simuliertes Umblättern usw.) möglichst umfassend und
wirklichkeitsgetreu auf dem Bildschirm nachzubilden und ihn mit computertypischen
Eingabemöglichkeiten (Maus, Tastatur, VR usw.) bedienbar zu gestalten.
* digitale Kopie: Ein real existierendes Buch soll über die Druckerschnittstelle
als möglichst wirklichkeitsgetreue Kopie des Originals bzw. dessen Druckvorstufe
ausgegeben werden können. Zu diesem Kopie-orientierten Ansatz gehören
auch spezielle E-Book-Reader und -Ausgabegeräte, die eine bereits vorab
fertig gestaltete und auf dem Markt verfügbare Vorlage papierlos nachzubilden
versuchen (siehe auch: Elektronisches Papier).
* strukturell-funktionaler Ansatz: Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der computergestützten
Rezipierbarkeit eines Buches bzw. darauf, dessen Inhalt mit buchtypischen
Eigenheiten (z. B. vorgegebene inhaltliche Abfolge, seitenorientiert strukturierte
Darstellung, Seitenüberblick, Blätterfunktion, Lesezeichen usw.)
computer- und bildschirmgerecht anzubieten. Das Buch als solches wird dabei
vor allem als Struktur-, Inhalts- und Funktionsvorgabe verstanden, die ein
real existierendes Original nicht unbedingt benötigt. Deren Gestaltung
hängt demzufolge in der Regel vom jeweils verwendeten E-Book-Reader ab,
orientiert sich an bildschirmspezifisch optimaler Darstellung und ist vom
Vorliegen eines ggf. real existierenden Originals völlig
unabhängig.
Alle Ansätze teilen das Manko, dass ein reales Buch bestimmte herstellungsbedingt individuelle, vor allem haptische Eigenschaften und Qualitäten besitzt (z. B. Art und Qualität von Bindung, Papierart und -stärke sowie verwendeter Drucktechnik), die sich mit herkömmlicher Computertechnologie nicht wiedergeben lassen. Vertreter des rein strukturell-funktionalen Ansatzes verzichten auch völlig darauf und verstehen ein E-Book als gänzlich eigenständiges Medium mit lediglich natürlichem Vorbild, dessen Funktionalität es mit Hilfe der Computertechnologie zu erweitern gilt (Suchfunktion, multimediale Komponenten usw.).
Geschichte des E-Books
Die digitale Verfügbarkeit von Büchern war frühzeitig Diskussionsgegenstand der sich abzeichnenden Informationsgesellschaft. Sie gehörte auch zur ursprünglichen Konzeption des World Wide Web und seiner Auszeichnungssprache HTML, wofür bestimmte META-Angaben vorgesehen waren, die eine sequentielle Abfolge von HTML-Dateien kennzeichnen sollten.
Diese blieben jedoch von den Entwicklern der Browser-Software unberücksichtigt. Das zugrundeliegende Konzept Hypertext war zunächst rein dokumentenorientiert und schien dem auf Sequenz und Dramaturgie ausgerichteten Buch allzu sehr gegenläufig. Entsprechend handelt es sich bei E-Books im Format HTML meist um eine einzige große Datei, welche den kompletten Inhalt enthält. Die Navigationsmöglichkeiten darin bleiben meist auf die Scroll-Leiste oder simple Kapitelanwahl beschränkt.
Project Gutenberg
Bereits seit 1971 gibt es das nicht-kommerzielle Project Gutenberg, welches sich zum Ziel gesetzt hat, rechtefreie Literatur in digitaler Form kostenlos anzubieten. Dabei ging es zunächst nur um das Anbieten in unstrukturiertem Textformat, weswegen man kaum von E-Books sprechen konnte. Erst in jüngster Zeit halten dort auch typische E-Book-Formate wie Plucker Einzug. Im deutschen Projekt Gutenberg-DE werden einige Text zudem auch als Handybuch zur Verfügung gestellt.
Der E-Book-Hype
Adobe Systems entwickelte aus PostScript das Format PDF, legte es offen und bot den dazugehörigen Acrobat Reader kostenlos zum Herunterladen an. Damit gelang es der Firma, einen plattformübergreifenden Quasi-Standard für formatierte Daten zu setzen.
Mitte bis Ende der 1990er Jahre riefen die denkbaren Einsparungen für Herstellung und Vertrieb von gedruckten Büchern viele Investoren auf den Plan. Der Begriff E-Book wurde vorübergehend zum Synonym für portierbare Druckdateien.
Die Anfänge lassen sich in einem Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Institut für Technische Mechanik der Universität Karlsruhe (TH) und IBM Deutschland finden. Prof. Dr.-Ing. W. Wedig setzte Vorlesungen im Fach Technische Mechanik und Technische Schwingungslehre in digitale Form um. Ein anderes frühes Beispiel war im Jahr 1993 die Anleitung der Spiele Ultima Underworld 1 und 2 im PDF-Format auf der Kompendiums-Compact-Disc. Auf der CD war die Anleitung für die zwei Computerspiele und die DOS-Version des Acrobat Readers enthalten. Mit diesem Programm konnte man die Anleitung betrachten, darin suchen, blättern und sie ausdrucken.
Die Druckindustrie sah in den E-Books keine ernsthafte Gefahr für das echte Buch als Kulturträgermedium für Literatur, weil beim Printmedium Buch materielle Eigenschaften eine wichtige Rolle spielen. Gleichzeitig entwickelten sich auf Bücher spezialisierte Online-Vertriebsfirmen wie Amazon. Sie rationalisierten Logistik und Bestellwesen radikal und erreichten damit in kurzer Zeit eine marktbeherrschende Stellung. Dadurch bescherten sie dem gedruckten Buch nie gekannte Auflagen.
In den folgenden Jahren blieben E-Books wirtschaftlich ein Nischenmarkt. Es bildete sich eine Szene heraus, in der zeitgenössische Literatur gescannt, via OCR in Texte gewandelt, mehrfach korrekturgelesen, untereinander ausgetauscht und schließlich ausgedruckt oder auf PDAs gelesen wurde - meist ohne Einverständnis der Rechteinhaber. Da meist nur vergriffene oder mindestens ein Jahr alte Bücher digitalisiert wurden, gingen die Rechteinhaber wegen des geringen finanziellen Verlust nicht aktiv dagegen vor.
Die ersten größeren Versuche zum kommerziellen Vertrieb von E-Books kamen 19992000 in der der New Economy auf. Parallel dazu etablierte sich das Untergrundforum eBookz, welches bis 2003 existierte.
Mehrere Verlage experimentierten mit E-Books, unter anderem OReilly mit ihren Bookshelf-CDs. Diese umfassten ein reguläres Buch und auf CD-ROM sieben E-Books zu einem entsprechenden Thema im HTML-Format.
Eine Marktstellung erreichten E-Books als digitale Buchkopien auf Basis des PDF-Formats bei Fachpublikationen. Dort spielen Funktionen wie Volltextsuche eine wichtigere Rolle als buchtypische Kriterien wie Aussehen, Anfühlen, Dramaturgie usw. Daher werden vor allem Fachbücher in digitaler Form verkauft.
Die Fachbuchverlage produzieren digitale Publikationen, die Auswahl wächst ständig. Auf der Frankfurter Buchmesse 2007 wurde festgestellt, dass bereits 30 % aller Fachbücher als E-Books erhältlich sind.
Kurz vor der Frankfurter Buchmesse 2008 haben Random House und Penguin exponentiell wachsende E-Book-Umsätze. Auch deutsche Publikumsverlage wie Droemer Knaur kündigen E-Books an, obwohl Lesegeräte noch nicht flächendeckend zu haben sind.
Themenbereiche sind vor allem Wirtschaft, Recht, Computer/EDV, Medizin/Gesundheit, Psychologie/Pädagogik und Politik/Zeitgeschichte. Jeden Monat kommen auf diese Weise etwa 100 neue digitale Titel auf den deutschen Buchmarkt.
Durch die Verbreitung von PDAs hat auch das Plucker-Format an Bedeutung gewonnen, eignet sich aber formatbedingt hauptsächlich für kürzere Informationseinheiten wie einzelne Artikel.
Aus Russland stammt die E-Book-Initiative FictionBook, die eher der strukturell-funktionalen Variante zuzurechnen ist, auch wenn sie Konvertierungen in PDF- oder HTML-Format vorsehen. Auf Basis eines speziellen XML-Formats mit Dateiendung ".fb2? gibt es bereits umfangreiche, russischsprachige Bibliotheken mit Werken klassischer russischer Dichter.
Motivation ist hier vor allem, russische Literatur weltweit kostenlos verfügbar zu machen. Diverse E-Book-Reader unterstützen das Format FictionBook.
E-Books mit Ajax
Es gibt auch Ansätze, Websites als dynamische E-Books mit Hilfe von DOM und Ajax zu gestalten. Die Darstellungsmöglichkeiten entsprechen denen des verwendeten Webbrowsers, sind also gleichermaßen durch diesen beschränkt (z. B. typografische Möglichkeiten) wie umfassend durch dessen Unterstützung von Multimedia-Elementen.
Als Reader dient hier der Browser selbst, der durch einen skriptgestützten Client Manager ergänzt wird. Als Ausgangsformate eignen sich hierfür (X)HTML sowie diverse Variationen von XML. Ein Standardformat gibt es derzeit nicht.
E-Book als digitale Kopie
Kommerziell verwertet werden meist E-Books als digitale und portierbare Kopie eines Originalbuchs. Bei den 130.000 Titeln die Amazon 2008 sowohl als Papierausgabe und als E-Book im Angebot hatte, machten die E-Book-Verkäufe 6 % des Gesamtabsatzes aus.[1]
PC, Laptop oder PDA als Lesegerät
Den normalen PC, Laptop (auch den 100-Dollar-Laptop) oder PDA als Lesegerät zu verwenden, hat einige Vorteile. Es muss meist nur eine E-Book-Software installiert werden, und schon ist das eigene Lesegerät in der Lage, E-Books anzuzeigen. Weitere Investitionen in zusätzliches Zubehör sind nicht notwendig.
Auf der anderen Seite sind diese Geräte meist recht unhandlich und können, abgesehen vom PDA, daher nicht überall hin mitgenommen werden. Zusätzlich sind manche PC-Bildschirme durch die Röhrentechnologie augenfeindlich und laden nicht zum langen Schmökern ein.
Genau an dieser Stelle könnte sich aber der Tablet PC weiter etablieren, da er sowohl Vorteile von speziellen E-Book-Lesegeräten auf der einen Seite als auch von PCs auf der anderen Seite miteinander vereint. Hierzu ist auch der 100-Dollar-Laptop der gemeinnützigen Gesellschaft OLPC zu erwähnen. Der Laptop ist dabei ausdrücklich als Lesegerät konzipiert, indem der Bildschirm eine einschaltbare Schwarz-weiß-Anzeige anbietet, der mit 200 dpi ähnlich hoch wie gedruckte Zeitschriften den Text wiedergibt.
Alternativ zu einem PDA eignen sich auch moderne Mobiltelefone bzw. Smartphones als Lesegeräte, sie sind weit verbreitet und haben den Vorteil, die Funktionen mehrerer mobiler Einzelgeräte zu vereinen. Der Lesekomfort kann allerdings durch die Bildschirmgröße eingeschränkt sein, auch können teilweise nicht alle gängigen E-Book-Formate gelesen werden. Für manche Geräte existiert nur Software zum Anzeigen von unformatierten Textdateien als Midlet. Ein weiterer Nachteil solcher Geräte ist die meist geringere Akkulaufzeit. Während spezielle E-Book-Reader eine relativ lange Akkulaufzeit haben (Bsp. Amazon Kindle bis zu 2 Wochen) gehen PDA- oder Notebook-Akkus meist schon nach einigen Stunden zur Neige. Das erste ebook zum Thema Golf finden Sie auf den Seiten von exklusiv-golfen.de
Internetbooks war ein Projekt des Siegel Publishing Verlages und wurde Ende 2005 an Dritte übertragen.
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